Eibenallee

Findet Ihr die Öhrchen im Zentrum der Eibenallee?

SOFIA:

Nun sind wir im Herzen des Tuppenhof-Gartens. Dies ist die eindrucksvolle Eibenallee.

Sie ist recht selten in Bauerngärten zu finden und man würde diese eher in einem barocken Schlosspark vermuten.

HEINRICH:

Die Bauerngärten hatten als Vorbild die Gartenanlagen in den Klöstern. Das war meistens eine Kreuzanlage mit Buchsbaumhecken. Und das wurde dann vor allem von wohlhabenderen Bauern kopiert. In der Mitte gab es oft ein Rondell – manchmal mit einem Wegekreuz.

SOFIA:

Hier bei uns auf dem Tuppenhof erkennt man noch die alten Beeteinfassungen aus Buchsbaum. Der Garten wurde dadurch in vier gleichgroße Teile gliedert. Die Eiben markieren den fast acht Meter langen Hauptweg in Nord-/Südrichtung. Sie stehen in einer Doppelreihe und bilden in der Mitte ein Rondell mit einem Wegekreuz.

Zu unserer Zeit waren die Eiben und die Buchsbaumhecken übrigens gleich hoch. – Kaum zu glauben, wenn man die Eibenallee heut sieht, oder?

HEINRICH:

Die Äste der Eibenallee wurden in der Mitte zu einer grünen Laube gestaltet. Am oberen Ende der Eiben entstand so etwas wie ein Dach aus Eibengrün. Das war für Sofia und mich unsere lauschige Laube. Könnt Ihr in der Mitte der Allee – in etwa 2m Höhe die „Öhrchen“ entdecken? Wir haben damals die Zweige so zusammengebunden, dass sie rund zusammenwuchsen. Aber die Eiben wurden irgendwann nicht mehr beschnitten, und so wurden sie viel zu groß.

SOFIA:

Weil die Eiben zu groß wurden, wuchs rundherum einfach nichts mehr.

Die Anpflanzungen verlegten die Tuppies dann kurzerhand an die Südseite des Grundstück.

Geht einfach mal hier durch unsere Eibenallee und genießt den Zauber dieses besonderen Weges im Garten des Tuppenhofs.