Mariengrotte
SOFIA:
Die Mariengrotte, wie Ihr sie heute hier seht, gab es zu meiner Zeit nicht. Unser Sohn Peter und seine Frau Elisabeth haben diese erbaut – in Erinnerung an eine Wallfahrt nach Lourdes.
HEINRICH:
Die beiden waren wirklich ihr Leben lang von ihrer Mariengrotte begeistert. Sie war ein zentraler Ort der inneren Einkehr.
SOFIA:
Und die Kerze brannte immer. Das ganze Jahr.
Frömmigkeit war zentraler Bestandteil unseres Lebens. Auch wenn viele dies heutzutage kritisch sehen, war unser Glaube (hier in der Gegend ist man katholisch) wichtig für uns. Die Religion gab uns Halt.
HEINRICH:
Und den hatten wir auch manchmal dringend nötig. Unser Leben und unser Wohlstand hingen oft von Dingen ab, die kaum vorhersagbar waren: Wetter, Tierseuchen, Krankheiten, Unfälle, oder auch die politische Lage…
Das alles traf uns immer unmittelbar. Direkt.
Wir gingen also häufig in die Kirche. Einige sogar jeden Tag zur Frühmesse. Und snsere Kinder noch vor dem Unterrichtsbeginn.
SOFIA:
Das „Ewige Licht“ in der Mariengrotte brennt auch heute immer noch.
Auch heute noch ist dieser Ort für einige Menschen wohl ein wichtiger Ort.