Tiere auf dem Tuppenhof

Wir lebten mit den Tieren

HEINRICH:

Auf dem Tuppenhof lebten wir mit den Tieren, aber vor allem von den Tieren.

Hier waren immer Tiere, um die wir uns kümmerten.

Da sind als erstes unsere Kühe. Zuerst hatten wir nicht viele Kühe. Sie lieferten uns Milch für den Eigenbedarf. Aus der Milch machten wir vor allem Butter und Sahne – aber auch schon mal „Klätschkiäs“, Ihr würdet wohl „Quark“ dazu sagen.

Aber dann haben wir den Stall irgendwann vergrößert und uns mehr Kühe angeschafft. 12 hatten wir insgesamt. Die Milch lieferten wir an Molkereien. Das war für uns ein regelmäßiges Einkommen. Aber es war auch sehr viel Arbeit. Guckt doch einfach mal in unseren Kuhstall rein - falls Ihr noch nicht da wart. Da erklären wir, welche Bedeutung die Kühe für uns hatten.

Unsere Pferde waren vor allem Ackergäule. Aber ein Reitpferd hatten wir auch.

Wir hatten auch Schweine. Die waren in einem kleinen Stall neben dem Torhaus. Wenn sie genügend Fett angesetzt hatten, wurde geschlachtet. Dann war die Fleischversorgung wieder gesichert. Und Schmalz und Würste hatten wir dann auch wieder.

Und Katzen. Katzen liefen immer und überall rum. Die kümmerten sich um die Mäuse. Falle die Mäuse mal überhand nahmen.

SOFIA:

Sicher, die Kinder liebten die Katzen heiß und innig.

Aber das waren für uns keine Haustiere, wie Ihr sie heutzutage kennt. Die Tiere hatten für uns immer auch ihren Zweck.

Da ist zum Beispiel unser Hofhund.

Der hatte eine Hütte mit einem eigenen Schild: „Villa Flohheim“ stand da drauf. Auf dem Innenhof rechts am großen Tor zur Scheune seht Ihr eine Nachbildung davon.

Und dann hatten wir auch Hühner. Ihr seht hier die Tuppenhof-Hühner, um die sich die Tuppies mit viel Herzblut kümmern.

Einen Hahn und verschiedene Hühnerrassen gibt es hier.

Die Hühner hier auf dem Tuppenhof legen natürlich auch Eier. Die finden immer wieder ihre Abnehmer.

Hier ist fast so viel los, wie damals bei uns.

Wer ein Huhn mit nach Hause nehmen möchte, sollte mal im Museumsladen reinschauen. Dort gibt es kleine Hühner aus Holz - liebevoll geschnitzt und angemalt.

 
Gasthaus Flohheim
Bildquelle: Archiv Tuppenhof,
Jo Titze, Frank Ahlert