Backhaus
Schaut mal! Hier passiert was gaaaanz Schlimmes …Hier wird Holz verbrannt! Holz! Das kann man doch essen!
Aber, naja, stimmt schon. Ihr Menschen habt nicht die richtigen Zähne dafür. Und wahrscheinlich auch nicht den richtigen Magen. So wie ich! Ich kann Holz essen, aber ihr braucht andere Sachen. Und das wichtigste früher war Brot! Die Menschen haben viel Brot gegessen. Morgens, mittags und abends. Manchmal mit Wurst, Käse oder Marmelade drauf. Aber oft gab es das auch nur mit Butter oder ganz trocken.
Und das Brot haben die Menschen auf dem Tuppenhof selber gebacken. Die mussten gar nicht zum Bäcker gehen. Die hatten ein eigenes Backhaus. So wie das hier. Aber das Brotbacken war ganz schön aufwändig. Zuerst wurde der Ofen vorgeheizt. Dazu hat man jede Menge leckeres Holz verbrannt. Dann war der Ofen heiß und man konnte die Brote reinschieben. Den Teig hat man vorher schon in der Küche vorbereitet. Und jetzt musste man gut aufpassen, dass die Brote nicht verbrannt sind. An so einem Holzofen kann man ja nicht die Temperatur einstellen wie an deinem Ofen zu Hause!
Weil das so viel Arbeit war, hat man nur alle zwei Wochen oder so gebacken. Anfangs schmeckt das frische Brot richtig toll. Dann wird es etwas trocken. Und nach zwei Wochen ist das ganz schön hart. Dann haben die Menschen es in Milch oder Kaffee eingeweicht, damit man das noch essen konnte. Aber iiiich kann das harte Brot mit meinen Zähnen natürlich auch so knacken! Aua! Das ist ja doch ganz schön hart…
Die Menschen auf dem Tuppenhof haben übrigens nicht nur das Brot selbst gebacken, die haben auch das Getreide dafür selbst angebaut!
Bildquelle: Klaus Stevens,
Britta Spies, Frank Ahlert