Bauerngarten
Willkommen in unserem Supermarkt! Ja, lach nur! Aber das stimmt!
Wir gehen nur selten einkaufen. Fast alles, was wir essen, kommt aus unserem Garten oder von unseren Tieren. Jede Woche können wir im Garten etwas anders pflücken: Im Frühling gibt es Erdbeeren und Erbsen, im Sommer Salat und Bohnen und im Herbst dann Äpfel und Kartoffeln. Aber im Winter können wir nichts ernten! Dann ist unser Supermarkt geschlossen…
Damit wir dann auch etwas zu essen haben, müssen wir Vorräte anlegen.
Meine Eltern kennen viele Tricks, damit die Lebensmittel ganz lange haltbar werden: Äpfel und Birnen kann man trocknen oder einkochen und in Gläser füllen. Marmelade kocht meine Mutter auch. Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren werden in Kisten gelegt und im dunklen Keller aufbewahrt.
Und aus Weißkohl machen wir Sauerkraut! Das finde ich am besten: Erst werden die großen Kohlköpfe klein geschnitten und mit Salz vermischt. Und dann darf ich in das Fass steigen und auf dem Kohl herum stampfen! Das ist zwar anstrengend, macht aber auch viel Spaß! Dafür bekomme ich in jedem Jahr neue und saubere Holzschuhe.
Früher war die ganze große Fläche zwischen den Hecken mit Obst und Gemüse bepflanzt. Aber die Leute auf dem Tuppenhof haben heute nicht mehr so viel Zeit für einen großen Garten. Die können aber auch in den richtigen Supermarkt gehen und dort einkaufen. Deshalb sind hier nur noch Blumen. Die kann man aber natürlich nicht essen. Aber hinten am Zaun gibt es noch kleine Gärten, da wachsen noch viele verschiedene Pflanzen. Sollen wir uns die mal anschauen?
Bildquelle: Britta Spies, Frank Ahlert