Streuobstwiese

Der Mispelbaum ist etwas besonderes

Schaut mal, hier stehen viiiiele Bäume. Das ist aber kein Wald, sondern eine Obstwiese. Es gibt Apfelbäume, Birnbäume, Kirschbäume, Pflaumenbäume und auch so was merkwürdiges wie einen Mispelbaum. Die Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen kann man essen, wenn sie reif sind. Nur die Früchte vom Mispelbaum muss man vorher kochen, die schmecken sonst bitter. Es gibt auch viiiiiele verschiedene Apfelsorten. Jede Sorte schmeckt anders und sieht anders aus. An den Bäumen stehen Schilder mit den Namen. Die musst du dir mal ansehen! Manche kann man kaum aussprechen! Die vielen Sorten sind ganz was Besonderes. Im Supermarkt gibt es die nicht. Aber hier bei UNS auf dem Tuppenhof! 

Pssst! Ich verrate euch jetzt mal was! Aber nicht weitersagen! Die kleine Gertrud nascht gerne Obst direkt vom Baum. Am liebsten mag sie Kirschen. Eigentlich darf sie das nicht. Aus dem Obst macht die Mutter nämlich Marmelade oder sie kocht die Früchte für den Winter ein.

Wie alle Kinder mag Gertrud gerne Süßigkeiten. Aber Bonbons, Schokolade oder Plätzchen gibt es auf dem Hof ganz, ganz selten. Vielleicht zu Weihnachten, Ostern oder mal am Sonntag. Deshalb ist die Versuchung auch so groß, wenn das Obst im Sommer reif ist. Das ist ja auch richtig zucker-zucker-süß! Bääääh! Für mich viiiel zu süß! Mir schmeckt ja das Holz besser. Mmmh, faseriges, herbes, strohiges Holz! DAS ist lecker!

Der Vater weiß übrigens, dass Gertrud gerne mal im Obstgarten nascht. Aber er sagt nichts! Ich glaube, der hat das als Kind nicht anders gemacht!

Bildquelle: Britta Spies, Frank Ahlert