Das wandernde Torhaus
Hach, wenn ich so ein altes Haus sehe, bekomme ich diiirekt Hunger! —
Holz war früher das wichtigste Material, um ein Haus z bauen. Aber Holz war auch teuer. Man konnte also nicht das ganze Haus aus Holz bauen. Deshalb hat man aus einigen Balken eine Art Gerüst hergestellt.
Denk dir einfach mal die weißen und gelben Felder an den Gebäuden um dich herum weg. Dann bleiben nur noch die Holzbalken stehen! Und die bilden das eigentliche Haus. Das ist richtig stabil! So wie ein Haus aus Mauern.
Aber wohnen kann man in so einem Gerüst ja nicht. Das wäre selbst mir viiiiel zu zugig. Man muss also die Löcher in den Wänden zumachen. Dazu hat man Zweige genommen und diese zwischen die Balken gesteckt. Und auf die Zweige hat man dann Lehm geschmiert. Und darauf dann Farbe. Wenn du nach oben schaust, kannst du sehen, wie das gemacht wurde.
Diese eckigen Löcher, die durch die Balken gebildet werden, nennt man übrigens „Gefach“. Ein wenig sieht das ja auch aus, wie ein Fach in einem Regal. Und die Technik so ein Haus zu bauen, heißt dann „Fachwerkbau“.
Und wenn man möchte, kann man das Haus an einer anderen Stelle wieder aufbauen. Damit man weiß, welche Balken zusammen gehören, hat man Zahlen und Markierungen eingeritzt. Die finden sich auch noch überall auf dem Tuppenhof. Du musst nur genau hinsehen!
Ich möchte da immer direkt mit bauen! Du auch? Du kannst ja mal zu Hause selbst versuchen, so ein Haus aus dünnen Holzleisten zu bauen.
Schau dir die Balken in so einer Wand mal ganz genau an. Dann siehst du, dass die Leute früher keine Nägel oder Schrauben aus Metall benutzt haben. Die haben einfach große Nägel aus Holz genommen. Die halten alles zusammen! Holz ist eben einfach toll, toll, toll!
Bildquelle: Jo Titze,
Britta Spies, Frank Ahlert