Upkammer
Neben dem Herd gehen einige Stufen hoch. Dort ist ein Schlafzimmer. Schau mal, der Boden ist hier nicht aus Steinfliesen wie in der Küche. Hier liegen Holzdielen! Holz! Weißt duhuuu warum?
Holz ist wärmer als Stein. Leg mal die Hand auf die beiden Böden, dann kannst du das selbst fühlen. Dafür können Fliesen besser gereinigt werden. Im Schlafzimmer wollte man es also lieber warm haben. Und in der Küche wollte man besser putzen können. Ist ja logisch, oder?
Teppich kannte man übrigens noch nicht. Der wäre in so einem Bauernhaus auch zu schnell schmutzig geworden. Manchmal sind hier nämlich sogar die Hühner durchs Haus gelaufen!
Das große Bett ist auch aus Holz! Das ist ein Himmelbett. Früher lag oben drauf eine Platte. Und an den Seiten waren Vorhänge. Wenn es im Winter richtig kalt wurde, war es im Bett trotzdem mollig warm. Das war wie ein kleines Zimmer im großen Zimmer.
Das Bett ist übrigens schon richtig, richtig, richtig alt. An der Rückwand gibt es eine Schnitzerei: Da steht „M K 1759“. Siehst du die? „M K“ heißt Matthias Klitzen, der hat hier früher gewohnt. Und 1759 ist die Jahreszahl, als das Bett gebaut wurde. Boaaaah! Das ist ja schon über 250 Jahre her! Echt richtig alt!
Bildquelle: Klaus Stevens,
Britta Spies, Frank Ahlert