Vorratskeller

Gertrud hilft bei der Sauerkrautherstellung

Voooorsichtig! Ganz vooorsichtig! Stoß dir nicht den Kopf! Der Keller auf dem Tuppenhof ist ganz schön niedrig! 

Für Holzliebhaber wie mich gibt es hier nicht so besonders viel! Schau, da hängt zwar ein Paar Schlittschuhe aus Holz an der Decke und es steht ein Holzregal in der Ecke … Aber davon wird doch kein Holzwurm satt! Außerdem sind die Sachen oft lackiert – das schmeckt mir nicht. Aber trotzdem komme ich manchmal hierhin. Am liebsten bin ich ja eigentlich in der Scheune – da ist ja wirklich alles, alles, alles aus Holz! Aber im Sommer kann es da ganz schön warm werden. Und dahahann, kühle ich mich hier im Keller ab. Uff! Das tut gut!

Eigentlich ist hier fast immer die gleiche Temperatur. Im Sommer so um die 10 bis 12 Grad, im Winter etwas kühler, aber Frost gibt es hier nie. Die Menschen vom Tuppenhof bewahren hier deswegen ganz viele Lebensmittel auf. Einen elektrischen Kühlschrank haben die nämlich nicht. Aber der Keller ist fast genauso gut. Vor allem im Winter lagern hier Kartoffeln, Kohlköpfe und Möhren. Auf dem Regal sind ganz viele Einmachgläser mit Apfelmus oder Kirschen. In den großen Tontöpfen werden Sauerkraut und Schnippelbohnen aufbewahrt. Und es gibt sogar Gläser, in denen Eier eingelegt sind. Im Winter legen die Hühner nämlich nicht so viele Eier. Da ist es gut, einen Vorrat zu haben. Obst und Wurst werden hier nicht aufbewahrt – dafür ist es im Keller zu feucht. Diese Sachen liegen oben, in der Dörrkammer unterm Dach. Warst du dort schon?

Ab und zu treffe ich hier im Keller auch Verwandte von mir: zum Beispiel Motten oder Kellerasseln. Dann quatschen wir etwas. Aber hier gibt es auch Spihihinnen… Bäääh! Von denen halte ich mich fern, denn die sind schließlich keine Vegetarier wie ich… 

Huch, da ist eine! Ich gehe wieder nach oben! Kommst du mit?

 
Bildquelle: Familie Kluth, 
Britta Spies, Frank Ahlert